Beim Fototermin schaut jeder auf den Preis. Der ist auch die einfachste Zahl im Angebot – sie steht groß drauf und lässt sich vergleichen. Was dir zwei Jahre später wirklich weh tut, steht dort selten: was du mit den Bildern überhaupt machen darfst, was du am Ende in die Hand bekommst und wer auf den Fotos zu sehen sein darf. Hier stehen die vier Fragen dazu. Sie kosten dich ein Telefonat und du kannst sie jedem Anbieter stellen, auch uns.
Das ist die teuerste Frage von allen, und fast niemand stellt sie. Ein Foto zu bezahlen heißt nämlich nicht automatisch, dass du damit alles machen darfst.
Viele Fotografen staffeln die Nutzung nach Zweck und Dauer. Website ja, Prospekt extra. Zwei Jahre inklusive, danach neu verhandelt. Das ist ein übliches Modell und nichts Unanständiges – nur merkst du davon beim Vergleichen der Angebote nichts. Auffällig wird es, wenn du für den Messestand ein Bild aus dem Vorjahr hernimmst und eine Nachverrechnung bekommst.
Frag deshalb konkret, nicht allgemein: Darf ich die Bilder auf der Website verwenden? Auf Instagram und Facebook? In einem gedruckten Folder? In einer Stellenanzeige? Bei einem Inserat, für das ich zahle? Und: Läuft das irgendwann ab?
Lass dir die Antwort schriftlich geben. Ein Satz im Angebot reicht. Eine mündliche Zusage nützt dir nichts, wenn der Betrieb in fünf Jahren anders heißt oder jemand anderer im Büro sitzt.
Bilder werden heute meist über eine Galerie oder eine Cloud übergeben. Das ist praktisch, hat aber ein Ablaufdatum. Wenn der Link nach ein paar Monaten tot ist und du kein Original mehr hast, fängst du beim nächsten Folder von vorne an.
Also: Lad die Dateien am Tag der Übergabe herunter und leg sie dorthin, wo bei dir die wichtigen Sachen liegen. Nicht auf den Desktop von einem Rechner.
Frag außerdem nach den Größen. Du brauchst von jedem Bild zwei Fassungen: eine in voller Auflösung für den Druck und eine kleine fürs Web. Wer nur die großen bekommt und sie ungeprüft auf die Website lädt, hat hinterher eine Seite, die am Handy ewig lädt.
Die stärksten Betriebsfotos zeigen Menschen bei der Arbeit. Genau die sind auch der Punkt, an dem es später unangenehm werden kann.
Zwei Sachen gehören vor dem Termin geklärt. Erstens: Wer nicht aufs Bild will, muss nicht. Das sagt man einmal laut vor allen, dann steht niemand blöd da. Zweitens: Von allen, die mitmachen, gehört das Einverständnis schriftlich festgehalten – wofür die Bilder verwendet werden und dass man es zurückziehen kann. Bei Minderjährigen unterschreiben die Erziehungsberechtigten.
Das ist keine Schikane, sondern der Grund, warum du das Bild in drei Jahren noch ruhig verwenden kannst. Fragt jemand nach, hast du ein Blatt statt einer Erinnerung. Und wenn eine Mitarbeiterin den Betrieb verlässt und ihr Bild von der Website will, ist auch das geregelt statt Verhandlungssache.
Wir sind keine Anwälte, und das hier ist keine Rechtsberatung. Es ist die Reihenfolge, mit der wir arbeiten. Wenn du es genau wissen willst: Die WKO bietet ihren Mitgliedern eine kostenlose Rechtsberatung an, und dort bist du mit so einer Frage in fünfzehn Minuten fertig.
Die Frage klingt banal, und sie ist der häufigste Grund, warum ein Fototag brauchbare Bilder liefert, die trotzdem nicht passen. Am Ende hast du dreißig schöne Aufnahmen im Hochformat und brauchst ein breites für den Kopf der Website.
Die Faustregel, die du dir merken kannst: Schreib vor dem Termin auf, wo die Bilder hinsollen – Startseite, Instagram, Stellenanzeige, Schaufenster. Daneben notierst du das Format: breit, hoch oder quadratisch. Diese Liste ist der Auftrag. Ohne sie fotografiert jeder Fotograf das, was gut ausschaut, und das ist etwas anderes als das, was du brauchst.
Zwei Zeilen auf einem Zettel reichen. Wer die Liste mitbringt, bekommt am selben Tag Bilder, die er ein Jahr später noch verwenden kann. Das ist der ganze Unterschied, und er kostet nichts.
Nicht jeder Betrieb braucht einen Fototag. Wenn du zwei Bilder für ein Inserat brauchst und sonst nichts, dann tut es ein Handy am Fenster bei Tageslicht. Wirklich. Die Kamera in einem aktuellen Telefon ist besser als das, was vor zehn Jahren in einer Agentur gestanden ist.
Auch bei einem Betrieb, in dem sich alle paar Monate alles ändert, zahlt sich ein großer Satz Bilder nicht aus. Neue Räume, neue Leute, wechselnde Produkte. Dann ist es gescheiter, laufend selber zu fotografieren und einmal im Jahr jemanden für die paar Aufnahmen zu holen, die wirklich stehen müssen.
Ein Fotograf zahlt sich dort aus, wo die Bilder länger halten als die Saison: Team, Werkstatt, Räume, das, was ihr macht. Und dort, wo du selber im Bild sein sollst – sich selbst fotografiert man schlecht.
Damit du eine Zahl zum Vergleichen hast, hier unsere. Fotografiert wird von Alina Hemmelmeir, ausgebildete Fotografin, und jedes Bild wird einzeln entwickelt – es läuft kein Stapelfilter über den ganzen Satz.
Fotos kompakt, € 490: zwei Stunden im Betrieb, 15 bearbeitete Bilder aus einem Bereich.
Fotos Betrieb, € 790: ein halber Tag, 35 bearbeitete Bilder aus mehreren Bereichen.
Fotos groß, € 1.390: ein ganzer Tag, 70 bearbeitete Bilder mit Team, Räumen, Produkten und Außenaufnahmen.
Jedes weitere bearbeitete Bild über das Paket hinaus kostet € 15. Die Nutzungsrechte sind unbeschränkt und zeitlich unbegrenzt enthalten, ohne Aufpreis – das ist der Punkt aus Frage 1, und wir haben ihn bewusst so gelöst. Die Bilder bekommst du in der Regel eine Woche nach dem Termin, in voller Auflösung und zusätzlich web-tauglich, sauber benannt. Reine Fotoaufträge sind Einzelprojekte, da läuft nichts monatlich weiter.
Zwei Dinge noch, weil sie sonst untergehen: Bekommst du deine Website von uns, ist der Fototermin im Websitepreis schon enthalten – dann zahlst du ihn nicht zweimal. Und das Einverständnis aus Frage 3 holen wir am Termin selbst ein, auf dem Handy, mit Unterschrift. Jeder bekommt seine Kopie per Mail, wir legen die Erklärungen ab. Das ist kein Zusatzangebot, das gehört bei uns dazu.
Wenn bei dir ein Fototermin ansteht: Im kostenlosen 15-Minuten-Erstgespräch gehen wir deine Liste aus Frage 4 durch und sagen dir, welches Paket dazu passt – auch dann, wenn es das kleinste ist. Was wir sonst noch fotografieren und filmen, steht auf den Seiten zu Fotografie und KIno.
Übrigens: Wie digital-fit ist dein Betrieb insgesamt? Der kostenlose 10-Punkte-Check „Ist Ihr Betrieb KI-reif?" zeigt es dir in einer Minute – zum Durchklicken, ohne Newsletter.